Vorgeschichte

Wie in soviel anderen Dörfern üblich, trafen sich auch in Biberachzell die jungen Leuten, um in kameradschaftlicher Gemeinsamkeit beliebigen Sportarten nachzugehen. Einige begeisterten sich für das Tischtennis-Spielen, andere liebten mehr das Laienspiel und das Singen. Starkes Interesse fand jedoch auch der heimische Schießsport.

In Begeisterung ihres Zusammengehörigkeitsgefühls beschlossen einige der jungen Leute einen Verein zu gründen. Dieser Gedanke wurde alsbald in die Tat umgesetzt und so versammelten sich im Jahr 1948 begeisterte Vereinsgründer im Gasthaus "Hirsch" von Anton Arnold. Die Spielervereinigung Biberachzell war geboren. 

Ziel des Vereins sollte sein, den Heimatgedanken zu fördern und dass Laienspiel zu pflegen. Auch schon damals ging nichts ohne Sicherheitsleistung und so bürgten in Person des damaligen Dorfparrers Herrn Max Stehle und den Herren Dorfbürgern Blasius Negele, Josef Griesser, Anton Glatzmaier und Richard Rummel für den jungen Verein.

Die Gründungsmitglieder waren:

Zum 1. Vorstand wurde Josef Hehl gewählt.

Chronik des Schützenvereins

Nachdem doch nicht wenige Mitglieder der Spielervereinigung großes Interesse am Schießsport zeigten, wurde am 10. Februar 1951 die Schützenabteilung gegründet. Schon im Jahr 1952 wurden unsere Schützen in den Bayerischen Sportschützenbund aufgenommen. In den Folgejahren gewann das Interesse am Schießen zusehens an Bedeutung. Die jeweils hohen Beteiligungen an den Schießveranstaltungen veranlasste die damals Verantwortlichen bereits im Jahr 1956 zum Kauf einer Schützenkette. Für die damaligen Verhältnisse eine sehr kostspielige Angelegenheit. Jedoch spiegelt die Notwendigkeit dieser Anschaffung das bereits damals schon vorhandene hohe Interesse der Biberachzeller an ihrem "Schützenverein" wieder.

Nun ging es Schlag auf Schlag weiter:



Nach all den Freuden über die guten Schießergebnisse standen wir 1964 vor einem großen Problem, das für die Weiterexistenz unseres Vereins von erheblicher Bedeutung war. Die bisherigen Schießräume standen uns nicht mehr zur Verfügung. Also mussten wir uns rasch um eine geeignete Alternative bemühen. Diese fanden wir in Form einer ausgedienten Schulbaracke, welche in Augsburg zum Verkauf stand. Unter sehr großen Anstrengungen, begleitet von sehr viel Ärger und Verdruß konnte diese Baracke nach langem hin und her im März 1965 endlich von unseren Vereinsmitgliedern an dessen Standort demontiert, nach Biberachzell tansportiert und hier an seinem jetzigen Standort wieder aufgebaut. 

Trotz zahlreicher Probleme, die im Zusammenhang mit der Errichtung zu lösen waren und den Erschwernissen Andersgesinnter wurde das neue Schützenheim zugleich zum Ausdruck einer großen Gemeinschaftsleistung. Zu dieser großen Gemeinschaftsleistung gehören auch die finanzielle Unterstützung in Form einer Spende von DM 50,-- pro Mitglieder. Denn die Mittel, die dem Verein damals - trotz des Gewinns in Höhe von DM 1.700,-- aus dem Gauschießen - zur Verfügung standen, reichten leider gerade zum Kauf der Baracke. Vom Gau wurde unser Vereinsheimbau mit DM 100,-- Zuschuß bedacht. Das Grundstück, auf dem unser Heim errichtet wurde, stellte uns die Gemeinde (damals war Biberachzell noch stelbständig) gegen Zahlung einer jährlichen Pacht von DM 10,--.

1966 konnten wir - trotz und nach allen Anstrengungen - unser Schützenheim im Rahmen eines feierlichen Akts einweihen. Wir waren stolz auf unsere Leistungen und darauf, eines der ersten Vereinsheime im Rothtalgau realisiert zu haben.

Das Bibertal-Osterbach-Pokalschiessen im Jahr 1966 war das erste größere Schiessen in unserem neuen Schützenheim. Das Jahr 1966 endete mit einem sehr unerfreulichen Ereignis. Im November wurden beim Einbruch in unser Schützenheim zwei Gewehre gestohlen. Ein herber Schlag für unseren Verein. Es dauerte viele Wochen bis die Täter gefasst und wir unsere Gewehre - wenn auch nur teilweise - zurückbekamen.

1967 feierten wir den Pokalsieg des Bibertal-Osterbach-Pokalschiessen.

1969 traten wir dem in Weißenhorn neu gegründeten Sportring bei und feierten unseren Gauschützenkönig Karl Ott sen.

1972 war wieder ein historisches Jahr für unseren Verein. Die olympischen Spiele brachten uns eine neue Schießdisziplin nahe. Wir kauften eine Luftpistole für unsere interessierten Vereinsmitglieder. Zudem nahmen wir in diesem Jahr erstmals am Rundenwettkampf teil. Und das wichtigste - in diesem Jahr schlossen wir Freundschaft mit unseren Schützenfreunden in Kammer-Rettenbach, die bis zum heutige Tage in unverändert Innigkeit besteht.

25 Jahre gibt's nun schon den Schützenverein Biberachzell. So stand 1973 das 25-jährige Vereinsjubiläum auf dem Festplan. Gleichzeitig war 1973 jedoch auch ein schwarzes Jahr für uns - beim - nun - 2. Einbruch wurde alle Vereinswaffen gestohlen. Ein schwerer Verlust für unseren Verein. Dank großzügiger und unbürokratischer Hilfe durch die Stadt Weißenhorn, dem Sportring Weißenhorn und der Volksbank Weißenhorn war es möglich, den Schießbetrieb aufrecht zu erhalten.

Wichtige Vereinsdaten der Folgejahre